Die Katholische Frauenbewegung Österreichs durfte besondere Gäste in Wien begrüßen: Vertreter:innen des Vermächtnisses von Marianne Stöger und Margit Pissarek, den sogenannten „Engeln von Sorokdo“.
Die beiden österreichischen Frauen widmeten jahrzehntelang ihr Leben Menschen mit Lepra auf der südkoreanischen Insel Sorokdo. In einer Zeit, in der Erkrankte ausgegrenzt und isoliert wurden, entschieden sie sich für Nähe, Pflege und menschliche Würde. Ihr Einsatz ging weit über medizinische Hilfe hinaus: Sie schenkten Menschen Aufmerksamkeit, Respekt und Hoffnung.
Bis heute gelten Marianne Stöger und Margit Pissarek in Korea als Symbolfiguren gelebter Solidarität und radikaler Menschlichkeit. Ihr Wirken wurde auch filmisch dokumentiert, unter anderem in der bewegenden Dokumentation „Marianne und Margarete“, die ihr Leben und ihre Arbeit auf Sorokdo nachzeichnet.
Für die kfbö ist diese Geschichte eng mit dem eigenen Selbstverständnis verbunden: Frauen tragen weltweit Sorgearbeit, leisten sozialen Zusammenhalt und verändern Gesellschaften, oft unsichtbar, aber mit nachhaltiger Wirkung. Gerade deshalb ist es wichtig, solche Lebensgeschichten sichtbar zu machen.
Die Begegnung in Wien war nicht nur ein Rückblick auf außergewöhnliches Engagement, sondern auch eine Erinnerung daran, dass globale Solidarität immer bei konkreten Menschen beginnt.
Mehr zu den beiden herausragenden KFBÖ-Frauen lesen Sie hier und allgemeine Informationen zur Assoziation sind hier abrufbar.