DIE OSTERERZÄHLUNG
In der Osternacht und am Ostersonntag rückt eine Frau ins Zentrum um die Auferstehung: Maria von Magdala. Sie ist es, die zum Grab geht, in der Dunkelheit, ohne sicher zu sein, was sie finden wird. Und sie ist es, die den Auftrag erhält: geh, verkünde.
Die Evangelien sind sich darin einig, dass Frauen die ersten Zeuginnen der Auferstehung waren. Das ist keine Randnotiz, es ist Kern der Ostererzählung selbst.
THEOLOGIE & GEGENWART
Maria Magdalena – Apostelin der Apostel
Die Kirchentradition kennt für Maria Magdalena einen großen Titel: apostola apostolorum – Apostelin der Apostel. Sie erfüllt genau das, was einen Apostel ausmacht: Sie ist Zeugin der Auferstehung und wird von Jesus selbst mit der Verkündigung beauftragt.
Auferstehung bedeutet nicht nur, dass Jesus auferstanden ist. Es bedeutet: Aufstehen ist möglich, nach Leid, nach Gewalt, nach allem, was uns zu Boden drückt. Maria Magdalena steht dafür: Sie ist die Erste, die aufsteht, geht und redet. Damit ist sie Zeichen und Auftrag zugleich.
Viele Frauen folgen dem Vorbild Maria von Magdala. Sie sind Verkünderinnen, sie stehen in der Tradition der Apostelin der Apostel. Viele Frauen warten auf den kirchenrechtlichen Auftrag auch in der Eucharistiefeier zu verkünden.
JOH 20,17
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs wünscht allen ein frohes, gesegnetes Osterfest, in der Freude der Auferstehung und in der Courage Maria Magdalenas, aufzustehen, zu gehen und die Botschaft weiterzutragen.