„Ich habe nicht gewusst, worauf ich mich da einlasse.“

Im April 2020 wurde Angelika Ritter-Grepl zur achten Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs gewählt. Es war eine herausfordernde Zeit. Österreich war gerade im ersten Lockdown, die Welt stand Kopf. Und die kfbö wählte einen neuen Vorstand – erstmals in der Geschichte des Landes rein virtuell. In diesem Oktober wird Angelika Ritter-Grepl, und mit ihr ein Großteil des derzeitigen Vorstandes, den Stab an die nächste Vorstands-Generation weitergeben. Wir haben Angelika Ritter-Grepl in Wien getroffen, um mit ihr darüber zu sprechen, was es heißt, dem größten Frauenverein Österreichs vorzustehen. Wie ist es, das Gesicht und Sprachrohr der „weiblichen Seite“ der Kirche zu sein? Was bedeutet es, eine in neun Diözesen aufgeteilte Frauenorganisation einer Neuorganisation zu unterziehen und den Verein (wieder) auf sichere, finanzielle Beine zustellen – und nebenbei – Arbeitgeberin eines kleinen Betriebs zu sein?