Wasser als Beginn eines Auftrags
Die Taufe ist in der christlichen Tradition nie Endpunkt, sondern Anfang: Wer aus dem Wasser steigt, wird gesendet. Das lebendige Wasser der Taufe verpflichtet zu einem Leben, das über das eigene hinausreicht, zu Dienst, zu Verantwortung, zu Sorge für andere.
Wer sich ausbilden lässt, um andere zu begleiten, sei es in der Seelsorge, der Sozialarbeit oder der Gemeindeleitung, setzt diese Sendung praktisch um. Bildung, die befähigt, anderen zu dienen, ist eine Form gelebter Taufe: das empfangene Wasser weiterfließen zu lassen, statt es für sich zu behalten.
Wenige Tage vor dem Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael (29.9.), traditionell Boten und Beschützer, passt dieses Bild besonders gut: Auch Ausbildung kann zum Botendienst werden, wenn sie Menschen befähigt, für andere einzustehen.