Presseaussendung: SOST 2026

PRESSEAUSSENDUNG zur Sommerstudientagung 2026 der kfbö

Gesundheit braucht gerechte Beziehungen. kfbö-Vorsitzende eröffnet die Sommerstudientagung in Linz

Gesundheit entsteht dort, wo die von Gott geschenkte Lebenskraft in gerechten Beziehungen wachsen kann.“ Mit diesem Leitsatz eröffnete Mag.ᵃ Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), am Mittwochabend die Sommerstudientagung 2026 im Bildungshaus Sankt Magdalena in Linz.

Mehr als 70 Frauen aus allen österreichischen Diözesen sowie aus Südtirol sind noch bis Samstag, 18. Juli, zum gemeinsamen Austausch, zur Reflexion und Fortbildung versammelt. Das Jahresthema lautet „Gesundheit & Spiritualität“.

Theologisch fundiert: Gesundheit als Lebenshaltung

In ihrer Eröffnungsrede entfaltete Ritter-Grepl eine dezidiert christlich-feministische Perspektive auf Gesundheit. Sie verknüpfte die WHO-Definition ganzheitlicher Gesundheit mit dem biblischen Menschenbild und der Salutogenese-Forschung: Gesundheit sei nicht nur ein medizinischer Zustand, sondern eine Lebenshaltung, die gerechte Strukturen, Teilhabe und Anerkennung voraussetze.

Als spirituelle Ressource griff die Vorsitzende den Begriff der „Viriditas“, der Grünkraft Gottes, der Mystikerin Hildegard von Bingen auf:

Gesundheit beginnt dort, wo wir diese Lebenskraft pflegen, durch ausgewogene Lebensführung, Gebet, Musik, Natur, Gemeinschaft und Zeiten der Ruhe. Wir können nicht ständig geben; auch unsere Seele braucht Nahrung.“

Mag.ᵃ Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö

Ausgrenzung, Diskriminierung und Machtmissbrauch verletzten Menschen körperlich, psychisch und spirituell, betonte Ritter-Grepl. Gerechtigkeit sei daher nicht nur eine soziale Forderung, sondern eine Voraussetzung für ganzheitliche Gesundheitsförderung:

„Eine Gesellschaft, die gesund sein will, muss nicht nur in Medizin investieren, sondern auch in Bildung, Solidarität, Gleichwürdigkeit, Frieden und Spiritualität. Die Katholische Frauenbewegung ist Anwältin für diese Forderungen, und versteht sie gleichzeitig als Auftrag.“

Mag.ᵃ Angelika Ritter-Grepl

Hochrangige Gäste beim Eröffnungsabend

Den Eröffnungsabend bereicherten prominente Gäste: Mag.ᵃ Astrid Zehetmair, Abgeordnete zum Oö. Landtag, überbrachte in Vertretung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander Grüße des Landes Oberösterreich. Von Seiten der Diözese Linz sprach Martin Schachinger. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von SaxSoundhaufn; das Abendprogramm gestaltete Ursi Einheller mit ihrem Kirchenkabarett „I bin immer no katholisch“.

Workshops und Keynote

Die Theologin, Burnout-Resilienztrainerin und Bibliodramaleiterin Mag.ᵃ theol. Angelika Gassner hält die beiden Plenarvorträge „Selbstfürsorge, Die Hirtin-Qualität“ und „Selbstliebe, Ich achte und würdige meine Grenzen“. Acht Workshops mit ausgewiesenen Expertinnen aus Theologie, Medizin und Praxis vertiefen das Tagungsthema.

Die gastgebende Diözese Linz hat diese Tagung mit großem Engagement vorbereitet und bereichert. Die kfbö dankt herzlich für Gastfreundschaft, Umsicht und das Herz, das in dieser Vorbereitung steckt.

„Alles ist mit allem verbunden. Erst im Miteinander von Körper, Seele und Geist kann ganzheitliches Wohlbefinden wachsen.“

Margit Schmidinger, ehrenamtliche Vorsitzende der kfb der Diözese Linz, Gastgeberin der SOST 2026

Vollständige Eröffnungsrede von Mag.ᵃ Angelika Ritter-Grepl auf www.kfb.at

Rückfragen: Mag.ᵃ Sonja Schromm, Generalsekretärin kfbö | sonja.schromm@kfb.at | +43 676 542 0640

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