"Die Aktion Familienfasttag lebt vom Engagement vieler Frauen in Österreich"

Sonja Schromm, kfb-Generalsekretärin: Herzlich willkommen Frau Ritter-Grepl! Sie sind die Vorsitzende der katholischen Frauenbewegung (kfb) und haben das heurige Benefizsuppenessen maßgeblich mitgestaltet. Könnten Sie uns einen Einblick geben, worum es dabei geht?
Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende: Sehr gerne! Die Veranstaltung ist Teil unserer Aktion Familienfasttag, mit der wir seit Jahrzehnten Frauenprojekte im globalen Süden unterstützen. Unser Ziel ist es, Frauen weltweit zu stärken – sei es durch Bildung, wirtschaftliche Unabhängigkeit oder nachhaltige Landwirtschaft. In diesem Jahr setzen wir mit dem Motto „Gemeinsam für mehr Klimagerechtigkeit“ einen besonderen Schwerpunkt auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen.
Generalsekretärin: Warum hat sich die kfb für Klimagerechtigkeit als zentrales Thema entschieden?
Vorsitzende: Weil Frauen weltweit besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Vor allem im globalen Süden leiden sie unter den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen. Sie sind es, die bei Dürren in Afrika weitere Wege zur Wasserversorgung zurücklegen müssen oder deren Lebensgrundlagen durch Überschwemmungen in Bangladesch zerstört werden. Gleichzeitig spielen Frauen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel: Sie entwickeln nachhaltige Lösungen und setzen sich aktiv für den Schutz ihrer Umwelt ein.
Generalsekretärin: Welche konkreten Projekte fördert die kfb in diesem Bereich?
Vorsitzende: Die Aktion Familienfasttag lebt vom Engagement vieler Frauen in Österreich, die durch Spenden und Bildungsarbeit unsere Partnerinnen im globalen Süden unterstützen. Ein Beispiel ist unser Projekt mit SERCOLDES in Kolumbien, wo Frauen aktiv gegen Umweltzerstörung kämpfen. Aida Miticanoy, die indigene Gouverneurin von Putumayo, setzt sich mit unserer Unterstützung gegen die Abholzung des Regenwaldes ein. Ihr Einsatz zeigt, dass Frauen eine Schlüsselrolle für Klimagerechtigkeit spielen.
Generalsekretärin: Die Fastenzeit bildet den Rahmen für diese Benefizveranstaltung. Gibt es eine Verbindung zwischen Fasten und Klimagerechtigkeit?
Vorsitzende: Ja, eine sehr enge Verbindung. Fasten bedeutet für uns nicht nur Verzicht, sondern auch Umkehr und Verantwortung für die Schöpfung. Unser konsumorientierter Lebensstil trägt zur Umweltzerstörung bei. In der Fastenzeit rufen wir dazu auf, bewusster zu leben, Ressourcen zu schonen und zu teilen. Heute setzen wir mit unserer Spendenaktion ein klares Zeichen: „Geben ist seliger als Nehmen“, wie es in der Bibel heißt.
Generalsekretärin: Welche Erwartungen hat die kfb an die Politik, insbesondere in Österreich?
Vorsitzende: Wir fordern, dass die österreichische Bundesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit nicht kürzt. Gerade jetzt, da internationale Hilfen wie die US-Aid zurückgehen, ist es umso wichtiger, Solidarität mit den Menschen im globalen Süden zu zeigen. Klimagerechtigkeit ist eine Frage der Gerechtigkeit und des Friedens – und wir alle tragen Verantwortung.
Generalsekretärin: Was können die Menschen in Österreich konkret tun, um einen Beitrag zu leisten?
Vorsitzende: Jede*r kann etwas bewirken! Sei es durch Spenden, nachhaltigen Konsum oder politisches Engagement. Heute Abend setzen wir mit unserer Spendenaktion ein wichtiges Zeichen. Jede Spende zählt – für Frauen, für Klimagerechtigkeit und für unsere gemeinsame Zukunft.
Generalsekretärin: Vielen Dank für das inspirierende Gespräch und Ihr unermüdliches Engagement!
Vorsitzende: Danke Ihnen – und allen, die sich gemeinsam mit uns für mehr Klimagerechtigkeit einsetzen!
Wenn Sie jetzt Interesse haben, sich uns gemeinsam mit und für Frauen in Österreich und im Globalen Süden zu engagieren, dann klicken Sie bitte hier: https://www.kfb.at/mitmachen