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Q&A zu den wichtigsten Ergebnissen und warum ihre Übergabe im Vatikan ein starkes Signal ist

Frauen prägen vielerorts bereits heute das kirchliche Leben in leitenden Funktionen. Eine neue Studie katholischer Frauenverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol zeigt: Wo Frauen pastorale Leitung übernehmen, verändern sich Führungsstil, Beteiligungskultur und pastorale Dynamik in den Gemeinden spürbar.

Für die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) ist die Studie nicht nur eine wissenschaftliche Auswertung, sie ist auch ein wichtiger Beitrag zur internationalen kirchlichen Debatte über die Rolle von Frauen.

Begegnungen im Vatikan: Frauenperspektiven im Gespräch

Während der Delegationsreise kam es zu mehreren wichtigen Begegnungen im Vatikan:

  • Audienz beim Papst gemeinsam mit der österreichischen Delegation
  • Übergabe der Studienergebnisse an Sr. Nathalie Becquart, eine der zentralen Verantwortlichen für den weltweiten Synodenprozess
  • Austausch mit Sr. Raffaella Petrini, der ersten Regierungschefin des Vatikanstaates (Sr. Petrini leitet seit März 2025 das Governatorat der Vatikanstadt und ist damit die erste Frau an der Spitze der vatikanischen Staatsverwaltung. Ihre Ernennung durch Papst Franziskus gilt als wichtiger Schritt für mehr Verantwortung von Frauen in Leitungspositionen der Kirche.)

Worum geht es in der Studie?

Die Untersuchung analysiert, wie Frauen pastorale Leitungsverantwortung in Pfarrgemeinden wahrnehmen und welche Auswirkungen dies auf das kirchliche Leben hat.

Grundlage sind 54 Fragebögen von Ehren- und Hauptamtlichen aus Gemeinden in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, die gemäß Kirchenrecht von Frauen geleitet werden.

 

Welche Veränderungen zeigen sich durch weibliche Leitung?

Die Studie zeigt deutlich: Frauen bringen neue Formen von Leitung und Zusammenarbeit in die Gemeinden. Viele Befragte erleben weibliche Leitung als glaubwürdig, lebensnah und zukunftsorientiert.

 

Welche Herausforderungen bestehen weiterhin?

Trotz positiver Erfahrungen zeigt die Studie auch strukturelle Grenzen auf.

Genannt werden vor allem

  • eingeschränkte Rechte innerhalb eines klerikal geprägten Leitungsmodells
  • Abhängigkeit von geweihten Amtsträgern
  • sehr große pastorale Räume
  • eine hohe Arbeitsbelastung durch vielfältige Aufgaben

Diese Rahmenbedingungen prägen den Alltag vieler Frauen in Leitungsfunktionen.

 

Wer hat die Studie initiiert?

Die Untersuchung entstand aus einer Kooperation mehrerer katholischer Frauenverbände im deutschsprachigen Raum:

  • Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB)
  • Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
  • Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö)
  • Frauenbund Schweiz
  • Katholische Frauenbewegung Südtirol (kfb)

Die Idee entstand beim jährlichen Treffen der Verbände im April 2025. Ausgangspunkt war die Frage:

Was verändert sich, wenn Frauen Pfarrgemeinden leiten?

 

Warum ist die Übergabe im Vatikan so wichtig?

Die persönliche Übergabe der Studienergebnisse im Vatikan macht deutlich: Die Erfahrungen aus den Gemeinden sollen direkt in die weltkirchliche Diskussion über die Rolle von Frauen eingebracht werden.

Dass die Ergebnisse im Rahmen einer hochrangigen österreichischen Delegationsreise übergeben wurden und mit führenden Vertreterinnen des synodalen Prozesses sowie mit der vatikanischen Regierungschefin besprochen werden konnten, zeigt die Relevanz dieser Perspektiven.

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